Gesichtscreme ab 60 Testsieger? Unser Vergleich 2026

Warum die teuerste Creme selten die beste ist und was reife Haut wirklich braucht.

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Ab 60 braucht die Haut mehr als ein Wirkstoffversprechen: Sie wird dünner, trockener und empfindlicher, weil Talgproduktion und Kollagenbildung nachlassen. Die richtige Gesichtscreme für reife Haut kann sie geschmeidig, geschützt und angenehm halten, wenn sie zum konkreten Bedürfnis passt. Genau da liegt der Haken, denn „reife Haut ab 60“ ist kein einheitlicher Typ. Wir haben sieben Cremes für die häufigsten Bedürfnisse zusammengestellt, von sehr trocken über empfindlich bis zum günstigen Einstieg, und sagen dir ehrlich dazu, was eine Creme leisten kann und was nicht.

Die besten Gesichtscremes ab 60 im Vergleich

Die folgende Übersicht ordnet jede Empfehlung einem Hautbedürfnis zu. Such dir die Zeile, die auf deine Haut zutrifft, die Details zu jeder Creme findest du weiter unten.

Für wen Preis* Creme Kernwirkstoffe Textur
Reife Haut, Tag ca. 22 €
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La Roche-Posay Anthelios Age Correct LSF 50
La Roche Posay Anthelios Age Correct, Feuchtigkeitsspendende Anti-Age Tagescreme...
Niacinamid, LSF 50 Leichte Creme
Geprüfte Feuchtigkeit ca. 10 €
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Neutrogena Hydro Boost Aqua Creme (Testsieger, gut 1,9)
Neutrogena Hydro Boost Aqua Creme parfümfreie Gesichtscreme, 2 x 50 ml
Hyaluronsäure, Ceramide Leichte Creme
Sehr trockene Haut ca. 9 €
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Cetaphil Feuchtigkeitscreme
Cetaphil Feuchtigkeitscreme, 85ml, Für trockene, empfindliche Haut, Spendet...
Vitamin B3, Provitamin B5 Reichhaltig
Naturkosmetik, reichhaltig ca. 7 €
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Weleda Skin Food
WELEDA Skin Food Feuchtigkeitscreme 75ml trockene Haut Gesicht Bio
Mandelöl, Stiefmütterchen Sehr reichhaltig
Mehr Struktur gewünscht ca. 14 €
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L’Oréal Revitalift Laser Tagescreme
L'Oréal Paris Anti-Aging Tagescreme mit Dreichfachpower für Frauen, mit...
Pro-Retinol, Hyaluron, Vitamin C Cremig-leicht
Günstige Naturkosmetik ca. 10 €
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lavera Q10 Tagespflege
lavera Feuchtigkeitscreme Q10 ∙ Reduziert Falten ∙ Spendet Feuchtigkeit...
Coenzym Q10, Aloe Vera Leicht
Premium-Pflege ca. 30 €
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Clinique Moisture Surge 100H
Clinique Moisture Surge 100H Auto-Replenishing Hydrator | Ölfreie...
Hyaluron, Aloe Vera Gel-Creme

*Die Testnote bezieht sich auf den Stiftung-Warentest-Vergleich von Gesichtscremes für trockene Haut, Ausgabe 04/2024; Neutrogena hat die Rezeptur seither weiterentwickelt. Wie gut eine Creme individuell vertragen wird und wirkt, kann davon abweichen. Die Tabelle enthält Affiliate-Links, kaufst du darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision, ohne Mehrkosten für dich.

Was reife Haut ab 60 wirklich braucht

Frau ab 60 prüft ihre reife Haut im Handspiegel auf Trockenheit und Fältchen
Ein kurzer Blick bei Tageslicht zeigt, ob reife Haut gerade mehr Feuchtigkeit oder mehr Rückfettung braucht.

Rund um die Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel, und damit verliert die Haut ihren wichtigsten Motor für Feuchtigkeit und Kollagen. Fachliteratur beziffert den Rückgang auf rund 30 Prozent des Hautkollagens in den ersten fünf Jahren nach der Menopause, danach sinkt er langsamer um etwa zwei Prozent pro Jahr. Die Haut wird dünner, trockener und empfindlicher.

Daraus ergibt sich, was eine Creme ab 60 leisten muss. An erster Stelle steht Feuchtigkeit, an zweiter das Rückfetten, damit die geschwächte Barriere gestützt wird und die Feuchtigkeit drinbleibt. Beim Wirkstoff kommt es auf wenige, gut belegte Bausteine an: Hyaluronsäure und Glycerin binden Wasser, Ceramide reparieren die Barriere, Urea glättet raue Stellen, und Retinol ist der einzige topische Wirkstoff mit belastbarer Studienlage gegen die Zeichen der Hautalterung. Alles Weitere ist nettes Extra, nicht der Kern.

Reife Haut mit Sonnenschutz: La Roche-Posay Anthelios Age Correct

Unsere Empfehlung für den Tag. Speziell für reife, empfindliche Haut, mit hohem Lichtschutz und Niacinamid, parfümfrei.

Wenn eine Creme ab 60 nur eine Sache können soll, dann Feuchtigkeit mit Sonnenschutz verbinden, denn UV-Strahlung treibt die Hautalterung stärker voran als jeder andere Faktor. Diese Tagespflege ist genau dafür gemacht: Sie ist ausdrücklich für reife, empfindliche Haut formuliert, bringt einen hohen Lichtschutzfaktor 50 mit und setzt auf Niacinamid, das die Barriere stärkt und Rötungen beruhigt. Die parfümfreie Textur bleibt leicht genug für den Tag und unter Make-up. Als tägliche Grundlage ab 60 deckt sie Pflege und Schutz in einem Schritt ab, das macht sie zu unserem Tag-Favoriten.

Testgeprüfte Feuchtigkeit: Neutrogena Hydro Boost Aqua Creme

Der Testsieger von Stiftung Warentest. Beste Feuchtigkeitsversorgung unter 14 geprüften Gesichtscremes für trockene Haut.

Wer sich bei der Auswahl auf ein unabhängiges Urteil stützen möchte, wird hier fündig. Im Stiftung-Warentest-Vergleich von 14 Gesichtscremes für trockene Haut (Ausgabe 04/2024) holte diese Creme mit der Gesamtnote gut (1,9) den Testsieg, und sie war die einzige, die die Haut sehr gut mit Feuchtigkeit versorgte. Für reife Haut ist sie vor allem als Tagespflege interessant, die Textur bleibt leicht, kommt ohne Parfüm aus und verträgt sich gut mit Make-up. Zwei Dinge gehören ehrlich dazu. Neutrogena hat die Rezeptur seit dem Test weiterentwickelt, unter anderem mit höherem Hyaluron-Anteil, zusätzlichen Ceramiden und einem Glastiegel statt Plastik, das Testurteil bezieht sich also streng genommen auf die Vorgängerversion. Und getestet wurde für trockene Haut allgemein, nicht speziell ab 60, sehr trockene reife Haut braucht abends womöglich etwas Reichhaltigeres obendrauf. Als unabhängig geprüfte Feuchtigkeitsbasis zum Drogeriepreis bleibt sie trotzdem schwer zu schlagen.

Sehr trockene Haut: Cetaphil Feuchtigkeitscreme

Unsere Empfehlung für sehr trockene Haut. Reichhaltig, parfümfrei, auf trockene und empfindliche Haut abgestimmt.

Wenn die Haut ab 60 vor allem spannt, schuppt und sich rau anfühlt, braucht sie eine parfümfreie Barrierepflege. Diese Creme spendet über viele Stunden Feuchtigkeit und setzt auf Vitamin B3 und Provitamin B5, die die Widerstandskraft der Haut stärken. Sie kommt ohne Duftstoffe aus, was gerade empfindliche reife Haut entlastet, und wirkt spürbar dem Spannen und Jucken entgegen. Eine unaufgeregte, verlässliche Wahl für trockene bis sehr trockene Haut, die mehr über ihre Verträglichkeit punktet als über Versprechen.

Naturkosmetik, reichhaltig: Weleda Skin Food

Unsere Empfehlung für Naturkosmetik-Fans. Ein reichhaltiger Klassiker für sehr trockene Stellen, seit fast 100 Jahren bewährt.

Für alle, die auf zertifizierte Naturkosmetik setzen, ist Skin Food ein Klassiker. Die reichhaltige Formel mit Mandelöl und Auszügen aus Stiefmütterchen, Kamille und Ringelblume nährt besonders trockene, raue Haut intensiv und beruhigt sie. Die Textur ist bewusst dicht, ideal also für die Nacht oder für einzelne sehr trockene Partien, tagsüber reicht oft eine dünne Schicht. Ein Hinweis für sehr empfindliche Haut: Skin Food enthält natürliche ätherische Öle, wer darauf reagiert, testet erst an einer kleinen Stelle. Im Stiftung-Warentest-Vergleich 04/2024 schnitt übrigens die leichtere Schwester-Variante Skin Food Light mit gut (2,1) ab. Unsere Empfehlung bleibt das reichhaltige Original, das selbst nicht im Test stand, denn für sehr trockene Haut ab 60 ist gerade die dichte Textur der Punkt.

Wer mehr Struktur will: L’Oréal Revitalift Laser Tagescreme

Unsere Empfehlung bei Wunsch nach mehr Struktur. Mit Pro-Retinol, dem gut verträglichen Retinol-Vorläufer, plus Hyaluron und Vitamin C.

Retinol ist der einzige frei verkäufliche Wirkstoff, dem Studien eine echte Wirkung auf feine Linien und Hautstruktur bescheinigen. Diese Tagespflege setzt auf Pro-Retinol, eine mildere Vorstufe, die langsamer wirkt und dadurch für den Einstieg gut verträglich ist, ergänzt um Hyaluron für Feuchtigkeit und Vitamin C als Antioxidans. Wichtig ab 60: geduldig bleiben, die Struktur bessert sich über Wochen, nicht über Nacht, und morgens gehört konsequenter Sonnenschutz dazu. Für alle, die neben Feuchtigkeit gezielt an der Hautstruktur arbeiten möchten, ein bezahlbarer Einstieg.

Günstige Naturkosmetik: lavera Q10 Tagespflege

Unser Preistipp. Zertifizierte Naturkosmetik mit Coenzym Q10, made in Germany, für unter zehn Euro.

Dass gute Pflege ab 60 nicht teuer sein muss, zeigt diese Tagescreme. Sie kombiniert zertifizierte Naturkosmetik mit Coenzym Q10, einem Antioxidans, das die Haut vor freien Radikalen schützt, und spendet über Aloe Vera und pflanzliche Öle Feuchtigkeit. Die Formel ist vegan, silikon- und mineralölfrei und dermatologisch geprüft. Als leichte Tagespflege zieht sie gut ein und eignet sich als Make-up-Basis. Für preisbewusste Käuferinnen ab 60, die Wert auf Naturkosmetik legen, ein günstiger und verträglicher Einstieg. Wie bei jeder Creme gilt auch hier: Sie pflegt und schützt, ein Falten-Radierer ist sie nicht, dafür kostet sie aber auch nur einen Bruchteil vieler Anti-Aging-Versprechen.

Premium-Pflege: Clinique Moisture Surge 100H

Unsere Empfehlung fürs Premium-Segment. Hochwertige, ölfreie Feuchtigkeitspflege einer dermatologisch geprägten Marke, parfümfrei.

Wer bewusst in eine Premium-Marke investieren möchte, findet hier eine der beliebtesten Feuchtigkeitspflegen überhaupt. Die leichte Gel-Creme mit Hyaluronsäure und Aloe-Vera-Bioferment zieht schnell ein, spendet lang anhaltend Feuchtigkeit und ist parfümfrei sowie allergiegetestet, was sie auch für empfindliche reife Haut interessant macht. Die Textur eignet sich für Tag und Nacht und als Grundlage unter Make-up. Ehrlich gesagt: Den höheren Preis zahlst du vor allem für die Marke und das angenehme Hautgefühl der Gel-Textur, nicht zwingend für ein besseres Pflegeergebnis als bei unseren günstigeren Empfehlungen. Wer das weiß und die Marke trotzdem schätzt, bekommt ein durchdachtes, angenehmes Produkt mit großer Fangemeinde.

Welche Inhaltsstoffe braucht reife Haut ab 60?

Die INCI-Liste einer Creme verrät mehr als jedes Versprechen auf der Vorderseite der Verpackung. Für reife Haut zählen dabei erstaunlich wenige Bausteine, und die meisten davon sind günstig. Was weit vorne auf der Liste stehen sollte, schauen wir uns jetzt genauer an.

Geöffneter Tiegel mit reichhaltiger Gesichtscreme für reife Haut auf hellem Untergrund
Eine reichhaltige Gesichtscreme im Tiegel spielt ihre Stärke nachts und an sehr trockenen Partien aus.

Hyaluronsäure und Glycerin: die Wasserspeicher

Beide arbeiten nach demselben Prinzip, sie ziehen Wasser an und halten es in den oberen Hautschichten fest. Glycerin ist dabei der unterschätzte Klassiker. Es steckt in fast jeder guten Feuchtigkeitscreme, wirkt zuverlässig und reizt praktisch nie. Hyaluronsäure polstert zusätzlich sichtbar auf, direkt nach dem Eincremen wirkt die Haut praller und feine Trockenheitsfältchen zeichnen sich weniger ab. Feuchtigkeitsbinder brauchen allerdings eine fetthaltige Schicht darüber, sonst verdunstet das gebundene Wasser wieder. Genau deshalb ist ein reines Hyaluron-Gel für sehr trockene reife Haut oft zu wenig, während eine Gesichtscreme ab 60 idealerweise beides mitbringt, Wasserbinder und rückfettende Anteile.

Ceramide und Urea für eine stabile Barriere

Ceramide sind hauteigene Fette, die zwischen den Hornzellen sitzen wie Mörtel zwischen Ziegeln. Mit den Jahren produziert die Haut weniger davon, die Barriere wird durchlässiger, und genau dann spannt und juckt es nach dem Waschen. Cremes mit Ceramiden füllen diese Lücken auf und fühlen sich beim Auftragen meist angenehm balsamisch an. Urea ergänzt das bei rauen, schuppigen Stellen, etwa an Wangen oder Kinn (ein kurzes Prickeln auf gereizter Haut ist bei Urea normal und kein Alarmsignal). Fürs Gesicht reichen meist Konzentrationen bis etwa fünf Prozent, höhere Dosierungen gehören eher an Körper und Füße.

Was Q10 und Niacinamid beitragen

Beide sind keine Wundermittel, aber verlässliche Unterstützer. Niacinamid, also Vitamin B3, stärkt die Hautbarriere, mildert Rötungen und verträgt sich mit praktisch allen anderen Wirkstoffen. Nicht ohne Grund steckt es in unserer Tag-Empfehlung von La Roche-Posay. Q10 arbeitet als Antioxidans und hilft der Haut, freie Radikale aus UV-Licht und Umweltbelastung abzufangen, bevor sie Schaden anrichten. Bleibt noch Retinol, der einzige Wirkstoff mit belegter Wirkung auf die Hautstruktur. Was er wirklich leisten kann und was nicht, klären wir weiter unten im Abschnitt über Falten ehrlich.

Gibt es einen Stiftung-Warentest-Testsieger für Gesichtscreme ab 60?

Diese Frage stellen sich viele, und die Antwort überrascht: Einen eigenen Test speziell für Gesichtscremes ab 60 gibt es bei Stiftung Warentest bislang nicht. Zahlreiche Webseiten werben trotzdem mit eigenen Testsieger-Auszeichnungen, die stammen aber nicht von den großen Prüfinstituten, sondern meist aus redaktionellen Rankings oder Produktlisten. Hier lohnt ein genauer Blick, bevor man einem vermeintlichen Siegel vertraut.

Was es dagegen gibt, ist ein Test, der für den Kauf ab 60 hochrelevant ist. Stiftung Warentest hat in Ausgabe 04/2024 vierzehn Gesichtscremes für trockene Haut geprüft, und trockene Haut ist ab 60 eher die Regel als die Ausnahme. Elf der 14 Cremes schnitten gut ab, den Testsieg holte die Neutrogena Hydro Boost Aqua Creme (gut, 1,9) als einzige mit sehr guter Feuchtigkeitsversorgung, deshalb steht sie auch in unserer Tabelle oben. Bemerkenswert ist das untere Ende der Liste: Während eine Lidl-Creme für 1,65 Euro auf Platz drei landete, bildete die teuerste geprüfte Markencreme von Lancôme für gut 23 Euro pro 50 Milliliter mit befriedigend (3,5) das Schlusslicht. Der Preis verrät über die Pflegequalität also wenig, und genau das ist die wichtigste Erkenntnis für den Einkauf ab 60.

Was Stiftung Warentest außerdem getestet hat, ist aufschlussreicher als jede Bestenliste. In einem viel beachteten Test von Antifaltencremes (test.de) traten neun Cremes im Halbseiten-Vergleich gegen eine simple Feuchtigkeitscreme an. Das Ergebnis: keine sichtbare Wirkung gegen Falten, alle neun Produkte fielen durch. Die Erkenntnis daraus ist für den Kauf ab 60 goldwert, eine gute Feuchtigkeitscreme pflegt reife Haut ebenso gut wie eine teure Anti-Falten-Creme, nur zu einem Bruchteil des Preises.

Öko-Test wird konkreter. In der Ausgabe 01/2024 hat das Magazin 50 Gesichtscremes für trockene Haut geprüft, 18 davon schnitten mit der Bestnote „sehr gut“ ab, darunter Cremes für weniger als zwei Euro pro 50 Milliliter. Kritik gab es dagegen für Anti-Aging-Versprechen, für die den Testern die Belege fehlten. Das deckt sich mit dem Bild aus beiden Warentest-Prüfungen, und genau deshalb steht in unserer Auswahl oben eine Drogerie-Creme gleichberechtigt neben der Apothekenpflege.

Welche Gesichtscreme empfehlen Hautärzte ab 60?

Wer sich fragt, welche Gesichtscreme Hautärzte ab 60 empfehlen, wird überrascht sein, wie unaufgeregt die fachliche Antwort ausfällt. Dermatologinnen und Dermatologen raten bei reifer Haut selten zu teuren Spezialprodukten, sondern zu wenigen, gut belegten Basics. Der gemeinsame Nenner der fachlichen Empfehlungen lässt sich in drei Punkten zusammenfassen: konsequent Feuchtigkeit zuführen, die Hautbarriere mit rückfettenden Stoffen und Ceramiden stützen, und jeden Tag Sonnenschutz auftragen. Wer strukturell mehr möchte, bekommt Retinol empfohlen, den einzigen topischen Wirkstoff mit belastbarer Studienlage gegen Hautalterung.

Was in fachlichen Empfehlungen dagegen selten vorkommt, sind teure Luxus-Cremes mit exotischen Inhaltsstoffen. Nicht, weil sie schaden, sondern weil ihr Nutzen den Aufpreis meist nicht rechtfertigt. Eine gut zusammengesetzte gute Gesichtscreme für reife Haut ab 60 aus Drogerie oder Apotheke leistet in aller Regel genau das, was reife Haut braucht. Genau daran haben wir unsere Auswahl oben ausgerichtet.

Was Cremes gegen Falten können, und was nicht

Reden wir Klartext, weil hier die meisten Enttäuschungen entstehen. Eine Gesichtscreme kann die Haut glatter, praller und gesünder aussehen lassen, solange sie gut mit Feuchtigkeit versorgt ist. Sie kann die Hautbarriere stützen und vor Umwelteinflüssen schützen. Was sie nicht kann, ist tiefe Falten dauerhaft wegcremen oder verlorenes Volumen zurückbringen, dafür müsste ein Wirkstoff in tiefere Hautschichten vordringen und dort umbauen, was Kosmetika weder dürfen noch leisten.

Die einzige Ausnahme mit belegter Wirkung auf die Hautstruktur ist Retinol, das die Zellerneuerung anregt und feine Linien mit der Zeit mildern kann. Aber auch Retinol ist kein Radierer, sondern ein Langzeit-Wirkstoff, der Geduld und Sonnenschutz verlangt. Wer das weiß, kauft entspannter und ist am Ende zufriedener, weil die Erwartung zur Realität passt.

Wann siehst du erste Ergebnisse?

Das hängt davon ab, worauf du wartest. Feuchtigkeit spürst du sofort, direkt nach dem Auftragen fühlt sich die Haut weicher an und wirkt praller. Das Spannungsgefühl trockener Haut lässt meist innerhalb weniger Tage nach, wenn du konsequent zweimal täglich cremst. Eine geschwächte Hautbarriere braucht länger, rechne mit zwei bis vier Wochen, bis Rötungen und raue Stellen sichtbar ruhiger werden. Bei Pro-Retinol gilt der lange Atem, Veränderungen an feinen Linien zeigen sich frühestens nach acht bis zwölf Wochen regelmäßiger Anwendung. Ein praktischer Tipp dazu, weil der tägliche Blick in den Spiegel Veränderungen verschluckt: Mach zu Beginn ein Foto bei Tageslicht und vergleiche erst nach zwei Monaten wieder.

So wendest du deine Gesichtscreme ab 60 richtig an

Frau ab 60 trägt Gesichtscreme mit sanften Bewegungen auf die Wange auf
Ein paar Minuten Einziehzeit machen den Unterschied, erst dann hält Make-up sauber auf der Tagescreme.

Reihenfolge und Menge entscheiden mit, wie viel eine Creme leisten kann. Morgens reicht eine milde Reinigung mit lauwarmem Wasser, denn heißes Wasser entzieht reifer Haut zusätzlich Fett. Die Creme kommt am besten auf noch leicht feuchte Haut, so schließt sie die Feuchtigkeit direkt ein. Eine haselnussgroße Menge genügt fürs ganze Gesicht. Sanft einklopfen statt ziehen, dünner werdende Haut verzeiht Reibung schlechter.

Wenn du mehrere Produkte nutzt, gilt die einfache Faustregel: vom Dünnflüssigen zum Reichhaltigen. Ein Serum kommt also vor der Creme, morgens bildet der Sonnenschutz den Abschluss, oder du nimmst gleich eine Tagespflege mit Lichtschutz wie unsere Empfehlung von La Roche-Posay. Welche Seren sich für reife Haut ab 50 lohnen, haben wir in einem eigenen Ratgeber zusammengestellt. Abends darf die Pflege reichhaltiger ausfallen als am Tag, ein eigenes Nachtcreme-Produkt ist dafür aber kein Muss. Und ein unscheinbarer Punkt zum Schluss: Cremes im Tiegel besser mit sauberen Fingern oder einem kleinen Spatel entnehmen, sonst wandern Keime in die Dose und die Formel kippt schneller.

So findest du deine Creme ab 60, 65 oder 70

Seniorin dosiert Pflegecreme aus dem Pumpspender und cremt ihre trockenen Hände ein
Hautpflege ab 60 endet nicht am Kinn, Hals und Handrücken freuen sich über die Reste aus dem Spender.

Die Bedürfnisse verschieben sich mit den Jahren, das Prinzip bleibt gleich. Ab 60 zählt vor allem, die richtige Textur für deinen Hautzustand zu finden, leichter mit Lichtschutz für den Tag, reichhaltiger für die Nacht. Wer nach einer Gesichtscreme ab 65 oder einer Gesichtscreme ab 70 sucht, findet dieselben Prinzipien, nur verstärkt: Die Haut wird noch dünner und trockener, dann dürfen die Texturen reichhaltiger und die Reinigung noch milder werden. Ein praktischer Punkt, der mit den Jahren wichtiger wird: Cremes im Tiegel oder mit Pumpspender lassen sich mit weniger beweglichen Händen leichter dosieren als winzige Tuben.

Und der wichtigste Schritt bleibt in jedem Alter derselbe, egal für welche Creme du dich entscheidest: morgens Sonnenschutz. Welcher Lichtschutzfaktor zu deiner Haut passt, klärt unser Ratgeber zu den UV-Hauttypen mit Eigenschutzzeit-Tabelle. Am Ende ist die Pflege reifer Haut weniger kompliziert, als die Kosmetikregale vermuten lassen: reichlich Feuchtigkeit, eine gestützte Barriere, täglich Sonnenschutz und realistische Erwartungen. Dann fühlt sich deine Haut ab 60 wohl, und das sieht man ihr an.

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